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Lingenfelter hält LT1 für grenzwertig

Ken_Lingenfelter_C7
Ken Lingenfelter ist ein Autonarr. Und er leitet Lingenfelter Performance Engineering, seit 33 Jahren Anlaufstelle für alle PS-verrückten Eigentümer US-amerikanischer Automobile. Und er hat keine gute Nachrichten für all jene, die schon jetzt von einer aufgemotzten Corvette C7 träumen.


Das Unternehmen Lingenfelter Performance Engineering stand nach dem tödlichen Dragster-Crash von John Lingenfelter Ende 2003 am Scheideweg. Die Familie musste allerdings Ken, Cousin des verstorbenen Firmengründers, nicht lange überreden die Firma zu übernehmen. Und der führte LPE kompetent in ein neues Zeitalter.

John_Lingenfelter
Gerade bei den LS-Triebwerken hat sich in den USA eine ganze Industrie von Spezialteile-Lieferanten und Motorenspezialisten für Drag-Racing und Rundstrecken-Motorsport etabliert, viele davon liefern Lösung in abgemilderter Form für den Straßengebrauch. Doch das nagelneue LT1-Triebwerk der neue Corvette Stingray dürfte diesem Industriezweig – nach Lingenfelters Einschätzung – wenig Freude bereiten.

Lingenfelter_Performance_Engineering_LS9
Obwohl auch der New-Age LT1 mit untenliegender Nockenwelle und Stössel (!) sowie dem klassischen Bohrungsmass im Block aufwartet, sieht der Cheftuner wenig Chancen mit GMs neusten Treibsatz auch nur annähernd so brachiale PS-Zahlen zu erreichen, wie die Bestmarke der hauseigenen 1124 PS starken (!) Corvette C6 Z06 mit aufgelandenem LS7-Triebwerk. Der Grund: Die Direkteinspritzung stellt die Ingenieur vor schier unüberwindbare Hürden, Zylinderköpfe zu bearbeiten wird Tunern schon in der Versuchsphase außerordentlich hohes Investitionsvolumen abverlangen. Zudem weniger solide LT1-Block wird – laut Lingefelter – die PS-Obergrenze bei 600, maximal 700 PS ansiedeln. Und soviel soll schon die ZR1-Version der C7 von Haus aus bieten.

Ken_Lingenfelter_2
Für den europäischen Markt wird es noch drastischer, den die Standard LS7-Motoren wiesen bislang derartige Qualitätsunterschiede auf, dass schon so manches serienmäßig belassenes Triebwerk auf einer deutschen Autobahn unter Dauervolllast in die Knie ging. Von aufgeladenen Exemplaren ganz zuschweigen Und der LT1-Motor hat mit 72,5 PS/Liter Hubraum sogar ein leicht höheres spezifische Leistungsabgabe als die 505 PS starke LS7-Variante. Da liegt die Befürchtung nahe, dass auch da die Zuverlässigkeit schon bei der 450-Basisversion in Frage steht. Wie ein um 150 PS aufgemöbelter LT1 den Autobahn-Stress bestehen würde, wagt derzeit niemand zu prognostizieren.

 

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