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So, DAS WAR’S! Die Rechnung, bitte…

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So, das ist der wohl letzte Eintrag, den ich im Corvettisti-Blog tätige. Warum? Sehr einfach: Auch wenn ich meine 86er Corvette nach wie vor heiß und innig liebe und ich es spannend fand, in der Corvette-Geschichte zu kramen, so habe ich keinerlei Interesse an dem, was General Motors da als Gegenwart und Zukunft der Corvette vermarktet.


Jede einzelne Corvette aller sechs Generationen war 60 Jahre lang stets unverkennbar, eine Corvette stach IMMER aus der Masse heraus, hatte stets ureigenste Erkennungsmerkmale, die eben unverwechselbar eine Corvette als genau das ausmachten.

Und was haben wir in der Gegenwart? Ein Auto, auf dem zwar Corvette draufsteht, das aber alles mögliche sein könnte – durchaus auch ein etwas zu groß geratener Hyundai…

Ein Teil meiner Blog-Müdigkeit rührt also daher, dass ich eigentlich immer weniger Lust habe über das Geschehen auf Rennstrecken, bei Ausfahrten und US-Car-Treffen wiederzugeben. Nicht nur die immer häufiger werdende Präsens der Corvette C7 empfinde ich persönlich als „Abtörner“, ich habe vor allem keine Lust auf das ganze – völlig marketinghörige – Getue rund um dieses Auto.

Ich mochte dieses Auto noch nie, vom ersten Moment an empfand ich dieses Auto als enttäuschend, als Nachfolgerin sechs großartiger Generationen von Corvetten nicht würdig, ja, sogar als Verrat an der Corvette-Tradition emfinde ich dieses Allerwelts-Design der Stingray.

Ich hatte – wie so viele andere auch – erwartet, dass die C7 eine deutlich Anlehnung an die Designsprache des Stingray Concept Cars mit sich bringen würde. Und ein solches Auto hätte ich dann auch gerne als Neuwagen erworben. So für den Zeitraum um 2015, wenn die ersten Kinderkrankheiten überwunden sind, war diese Neuanschaffung angedacht. Dieser Plan war dann bei erster in Augenscheinnahme auch schnell verworfen. Selbst Jaguar baut heute schönere Autos!

Und zum Thema „enttäuschend“: Hier ist ein US-Blog eines Insiders, der so manchen krasse Schlamperei rund um die C7 aufdeckt, auch schon um die C7 Z06, der schwersten am meisten überbewerteten Corvette aller Zeiten. Reinlesen lohntsich, vor allem dann, wenn man vorhat sein Geld auf den Tisch des Chevrolet Händlers zu legen: http://corvettec7fiasco.blogspot.com

Wie auch immer: Was sich dann bei General Motors abspielte, machte auch Plan B zunichte, nämlich nach einer der letzten C6 Ausschau zu halten. Nicht nur, dass die C7 eine lächerliche Verarbeitungs-Qualität aufweist, es stellt sich heraus, dass die Sparmaßnahmen und Schlampereien bei GM sich schon zu Produktionszeiten der C6 einsetzten.

Letztendlich muss man als Kunde von GM Europe davon ausgehen, dass man im Regen stehen gelassen wird. Warum also sollte irgendjemand sein hart erarbeitetes Geld in ein Auto stecken, bei dem der Motor- oder Garantieschaden nur eine Frage der Zeit ist. Und wenn der Schadenfall dann eintritt, dann ist man Besitzer eines Autos, das Mangels adequater Ersatzteil-Versorgung zum Standmodell beim Händler mutiert. Und was passiert, wenn die Garantie erst einmal abgelaufen ist, möchte ich mir lieber nicht ausmalen. Kulanzregelung mit GM sind wie Lottospielen: Es gewinnt sehr selten der, der gezahlt hat…

Hinzu kommt, dass ich ein sehr viel spannenderes Sportwagen-Projekt am Start habe, um das ich mich in nächster Zeit intensiv kümmern werde und folglich keine Zeit mehr für das Blog haben werde. Vielleicht mache ich über dieses neue Projekt irgendwann mal ein Blog.

Für Corvettisti ist es jedenfalls die Zielflagge. Natürlich lasse ich den Content für all jene stehen, die noch einmal in den vergangenen drei – übrigens sehr erfolgreichen – Jahren dieses Blogs schwelgen wollen. Ich werde nur nicht mehr aktualisieren.

Ach ja, zur abschießenden Rechnung: In nicht einmal vier Jahren wurden 1.233 Beiträge veröffentlicht. Insgesamt wurde Corvettisti von 73.420 Nutzern aufgerufen, im erfolgreichssten Jahr hatten wir hier über 24.000 Seitenaufrufe und der Tagesbestwert lag bei 633 Aufrufen.

Natürlich kam der Löwenanteil der Nutzer aus Deutschland, der Schweiz und Österreich, doch auch fast 2.000 Seitenaufrufe aus den Vereinigten Staaten. Immerhin im dreistelligen Bereich waren Aufrufe aus Kanada, Frankreich, den Niederlanden, Polen, Luxemburg, England, Italien und Russland. Gelegentlich schauten auch Corvettisti aus Belgien, Spanien, Brasilien, Dänemark, Schweden,Tschechien,Ukraine, Liechtenstein, Ungarn, Japan, Finnland, Norwegen, Türkei, Rumänien, Thailand, Bulgarien, Indonesien, Mexiko, Australien, Portugal, Bahrain, Korea, Serbien, Lettland, Argentinien, Slowenien, Kroatien, Süd-Afrika, Indien und Georgien vorbei.

Die Exoten und den Corvette-Fans kamen aus Island, Griechenland, Irland, Kuwait, der Slowakei, den Arabischen Emiraten, Malaysia, Taiwan, Irak, Aserbaidschan, Kolumbien, Hong Kong, Litauen, Saudi Arabien, Puerto Rico, Malta, Estland, Katar, Peru, Weißrussland, Israel, Ghana, Macao, Singapur, Bosnien-Herzegowina, Vietnam, Monaco, Bolivien, Philippinen, Paraguay, Ecuador, Panama, Pakistan, Moldawien, Dominikanische Republik, Ägypten, Neuseeland, Mauritius, Mazedonien, Färöer Inseln, Tunesien und Angola zu Besuch auf Corvettisti vorbei. Beachtlich, oder?

Es war ein nettes Abenteur, aber nun zu neuen Ufern. Demnächst vielleicht mehr dazu. Euch Corvettisti da draußen wünsche ich weiterhin viel Spaß mit euren Corvetten und stets knitter- und splitterfreie Fahrt. Vielleicht sieht man sich mal auf einem US-Car-Treffen – oder an der Rennstrecke.

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