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Das Ende der Corvette? Nur eine klevere Finte

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Ein Ausspruch von Tadge Juechter bei einem Dinner mit Journalisten erregt derzeit großes Aufsehen in der weltweiten Schar der Corvettisti. Denn der für die Corvette verantwortliche Chefingenieur hielt bei diesem Anlaß klipp und klar fest, dass bei ausbleibenden Verkaufs-Boost der aktuellen Corvette Stingray, dass die Corvette eingestellt werden könnte. Mumpitz, sage ich.


Die Aufregung war in der Corvette-Fangemeinde natürlich daraufhin groß, das dürfe man nicht zulassen. Nun ist Juechter nicht nur Ingenieur, er ist auch durch und durch Konzernmensch. Und er weiß, wie Marketing in eigener Sache funktioniert. Die Reaktion der Corvette-Fanbase war vorhersehbar. Wer sein Vorgängermodell doch lieber behalten wollte, soll jetzt mobilisiert werden eine C7 zu kaufen, damit der Fortbestwand Corvette gesichert sei. Panikmche, mehr nicht!

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Fakt ist, GM weht ein unerwartet rauher Wind um die Nase, trotz dem Hype, den vor allem US-amerikanischen Medien nach Kräften versuchen zu generieren. Faßt euch mal an die Nase, Leute: Ein Auto mit „Stoßstangenmotor“ und Blattfedern, dazu ein Design, das vorn und hinten nicht zusammenpaßt und dessen Heckpartie die Fangemeinde draußen spaltet, um es mal freundlich zu formulieren, das ist doch das eigentliche Problem!

Seien wir mal ehrlich: Dass die Corvette eingestellt wird, kann man getrost ausschließen. Denn nach dem GM-eigenen Verständnis dient die Corvette vor allem dazu, auf die alltäglicheren und für den eigentlichen Umsatz des Konzerns verantwortlichen Modelle abzustrahlen. Der Kunde kann sich einreden, dass sein Chevrolet Cruze von jenem Unternehmen kommt, das auch die Corvette baut. So ähnlich macht es ja auch Audi mit dem R8.

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Kappt man aber den Star, das Marketing Zugpferd, wieviel ist dann noch der Rest der Produkte wert? Plötzlich würde der Verbraucher womöglich darüber nachdenken, dass er ja nur koreanische Billigware fährt, nicht die Marke, die auch die Corvette herstellt. Und mit welchem Gefährt will man dann die Motorsporterfolge erzielen, die etwa die Corvette C6 seit ihrer Vorstellung einfährt?

Juechters Aussage ist sicher kein Versprecher, sondern ein wohlformulierter Schachzug. Wenn auf diese Ankündigung hin der eine oder andere sich jetzt doch mit dem Kauf einer C7 befasst, statt seine derzeitige Vette zu behalten, dann hat die Juechtersche „Warnung“ ihren Zweck erfüllt. Ob er sich vor diesen Karren spannen lassen will, muss jeder Corvettista selbst wissen. Auch als Märtyrer sieht man in einem häßlichen Auto nicht besser aus…

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