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Premium-Motorsport-Saison der Corvette C6

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Die Corvette C6 wird bedauerlicherweise nicht mehr produziert, musste einem Auto weichen, das schwerlich eine Design-Auszeichnung erhalten wird. Auch im GT-Sport hat die sechste Vette-Generation die Latte für das Nachfolgemodell ziemlich hoch gelegt. 2013 hätte die erfolgreichste Motorsport-Saison für die Chevrolet Corvette C6 werden können, doch das hat der peinliche Auftritt von Corvette Racing in Le Mans nachhaltig versaut.


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Zwar holte das GM-Werksteam Corvette Racing bereits beim 12-Stunden Rennen von Sebring den ersten Motorsport-Erfolg der Saison, denn Tommy Milner, Oliver Gavin und Richard Westbrook siegten und bescherten mit der für 2013 nochmal überarbeiteten Corvette C6.R GTE den ersten Sieg beim Langstrecken-Klassiker seit seligen GT1-Zeiten im Jahre 2009. Doch beim nächsten Langstrecken-Klassiker dann die komplette Pleite: Bei den 24 Stunden von Le Mans hatten die Corvetten – bereits mit dem 2014er Direkteinspritzer-V8-Motor ausgerüstet – zu keinem Moment eine Chance mit der Konkurrenz mitzuhalten. Ein vierter Platz in der GTE-Pro-Wertung war nur dank vieler Aus- und Unfälle der Konkurenz zu erzielen.

13ALMS_Garcia_Magnussen_Corvette_C6In der alerletzten Saison der American Le Mans Series waren – mit dem bewärten 5,5-Liter-Motor – die Werksautos dafür bestens unterwegs. Die Titelverteidiger Gavin/Millner gewannen noch den Grand Prix von Mosport, doch die Teamkollegen Jan Magnussen und Antonio Garcia siegten in Laguna Seca, beim Grand Prix von Baltimore und auf dem Circuit of the Americas in Austin, Texas.

Die ALMS, die nach dem Merger mit der Grand-Am Series künftig Tudor United Sports Car Championahip – kurz USCC – heißen wird, schloß Corvette Racing als erfolgreichstes Team in diesen 15 Jahren des Bestehens dieser international anerkannten US-Rennserie ab. Zehn Meistertitel gewann das technisch von Pratt&Miller geleitete Team in der Teamwertung und sicherte Chevrolet in dieser Zeit ebenso oft den Meistertitel in der Markenwertung. Corvette Racing und Chevrolet treten ungeschlagen von dieser Bühne ab.

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Beim Auftakt zur Internationalen GTSprint-Meisterschaft in Italien, waren Roberto del Castello und Mauro Necchi im zweiten Lauf der Auftakt-Veranstaltung in Monza mit der Corvette C6R GT3 von RC Motorsport siegreich und führten damit die Meisterschafts-Tabelle an. Leider wurde die C6 Z06R GT3 fortan vom Reglement benachteiligt, es sollte der einzige Sieg bleiben.

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Auch Callaway Competition hatte einen optimalen Saisonstart und gewann in Oschersleben den zweiten Lauf zum Auftaktrennen zum ADAC GT-Masters mit der Roller Corvette C6R GT3. Die 2012er Vizemeister Daniel Keilwitz und Diego Alessi hatten im weiteren Verlauf der wohl hartumkämpftesten nationalen GT-Meisterschaft Europas einen schweren Stand mit den neuen Yokohama-Reifen.

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In Spa-Francorchamps und auf dem Sachsenring sammelten Alessi/Keilwitz nur magere vier Punkte, die Titelhoffnungen schienen schon frühzeitig abgeschrieben. In der Sommerpause krempelte Callaway Competition die Arme hoch und bereitete sich mit einem intensiven Testprogramm auf die zweite Saisonhälfte vor. Das zahlte sich aus: Bei den ADAC GT Masters-Wochenenden auf dem Red Bull Ring, Lausitzring und Slovakia Ring legten die Callaway-Piloten einen starken Endspurt hin und gewannen vier von sechs Rennen. Der Italiener und der Schwarzwälder stellten so eine sieben Jahre alte Bestmarke im ADAC GT Masters von Christopher Haase ein, der 2007 ebenfalls fünf Saisonsiege errungen hatte.

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Auch in der weniger bekannten DMV TCC Meisterschaft gab es Corvette-Siege zu feiern, Jürgen Bender war in seiner Callaway Corvette C6R GT3 von Anfang an im Titelrennen und verpasste die erfolgreiche Titelverteidigung am Enden um einen einzigen Punkt, brillierte über die gesamte Saison hinweg als bester GT3-Fahrer.

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In der US-amerikanischen Trans-Am -Serie stand das Duell zwischen Titelverteidiger Peter Gregg und Doug Peterson in der Top-Kategorie im Vordergrund. Peterson fuhr acht Mal Top 3-Resultate heraus und sicherte sich den Meistertitel schon beim vorletzten Lauf in Road Atlanta – trotz einer schlechten Platzierung wegen eines ungeplanten Boxenstopps.

13IGTO_Ramos_PastorellI_PortimaoDas Team V8 Racing zog mit den Fahrern Nicky Pastorelli und Miguel Ramos und deren zwei Saisonsiegen im Internationalen GT Open und in der paralell gewerteten spanischen Rennserie für GT-Fahrzeuge, genannt Iber GT, in die Titelentscheidung. Beim Saisonfinale beider Meisterschaften auf dem Circuit de Catalunya vor den Toren Barcelonas fuhr V8 Racing aber Ergebnisse ein, die gemischte Gefühle erzeugten.

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Während Francesco Pastorelli und Jacky Camp beim Finale den vierten Saisonsieg für V8 Racing herausfuhren, lief es für die Polesetter Nicky Pastorelli und Miguel Ramos nicht wunschgemäß. Am Samstag hatten die beiden mit einem zweiten Platz zwar V8 Racing  den Meistertitel in der Team-Wertung im GT Open und in der spanischen Iber GT Meisterschaft gesichert, doch den Meistertitel im Campeonato España GT – oder auch Iber GT genannt – verpasste das holländisch/portugiesische Fahrer-Duo um zwei Punkte und wurde so – nach der GT Open – zum zweiten Mal Vizemeister in dieser Saison.

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Für V8 Racing war dies durchaus eine erfolgreiche Saison, zumal Francesco Pastorelli, Nickys Bruder, beim letzten Rennen der Saison mit einer Glanzleistung noch einen Laufsieg einfuhr. Großen Anteil an diesen Erfolgen hat auch der Belgier Patrick Selleslagh, der einst unter dem Teamnamen SRT Corvette C6.R in der GT1-WM einsetzte und bei V8 Racing die Technik koordinierte. Schon jetzt gilt die Truppe als GT-Open-Titelfavoriten 2014.

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Für das Team des Holländers Rick Abresch hat sich der Kauf einer der 2012er Corvette Racing-Werkswagen aus dem Stall von Pratt & Miller dennoch bezahlt gemacht, nicht zuletzt dank der technischen Beratung durch den Belgier Patrick Selleslagh, der einst unter dem Teamnamen SRT Corvette C6.R in der GT1-WM einsetzte, gewann man die Team-Wertung des Internationalen GT Open.

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Die beiden Italiener Edoardo und Filippo Liberati gewannen zum Saisonende hin das prädikatfreie 100-Meilen-Rennen von Magione mit einer von RC Motorsport eingesetzten Callaway Corvette C6R GT3. Neben dem Sieg zu Beginn der GTSprint Serie, blieben das die einzigen Siege für den italienischen RC Motorsport-Rennstall im Jahr 2013.

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Zu guter Letzt noch ein Wort zu Larbre Compétition, das Kunden-Team, das seit Jahren in der FIA WEC öangstrecken-WM die Corvette-Fahnen hochhält und auch in Le Mans schon siegreich war. Der französische Rennstall fand sich heuer in einer ungewohnten Statisten-Rolle wieder. Begründung: Die Franzosen bekamen einen hübschen Brocken vom Entwicklungs-Budget von GM dafür ab, dass sie bereits mit dem 2014er Motor für die künftige C7.R unterwegs waren. Und dieser Direkteinspritzer zeigte sich alles andere als konkurrenzfähig. Noch.

Gratulation an die siegreichen Teams, so kann es kann es 2014 gerne weitergehen. Für die meisten von ihnen mit der bewährten C6, für Corvette Racing mit der neuen C7.R. Man darf gespannt sein.

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