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C7-Preise: Von wegen Schnäppchen

2014_Corvette-C7-Stingray-testing-rear-banking-driving

Es hat ja hinlänglich die Runde gemacht und ich hatte es ja schon am 15. Januar (!) in DIESEM Post angekündigt: Dieses Design-Unglück, das GM als Nachfolger der Corvette C6 da auf den Markt wirft, wird sich nur für einen Dumping-Preis an den Mann bringen lassen.


Prompt ruft GM den – vermeintlich – superattraktiven Preis von 51.995 US-Dollar (€ 39.360) aus. Ich war dicht dran, ich hatte im Janaur auf US$ 51.000 getippt. Doch langsam, Freunde, nicht zu früh hecheln!

Was bekommt der Kunde denn für dieses Geld, abgesehen von einem Auto, das aussieht wie ein Kia oder ein Ssangyong oder sonst irgendwas, wofür man nie 50.000 ausgeben würde? Tatsächlich kostet das bei seiner Vorstellung in Genf hergezeigte Exemplar mit Z51-Ausstattung, also u.a. 19“-Räder vorn und 20“ hinten, Navi mit MyLink-Farbbildschirm, Lederausstattung, Sitz-Klimatisierung und elektromagnetisch verstellbarem Sport-Fahrwerk exorbitante 73,360 US-Dollar!

Erkenntnis: Der vermeintliche Schnäppchenpreis ist nichts anderes als ein peinlicher Versuch potentielle Käufer erstmal zu den Händlern zu locken, wo der Verkäufer dann gefragt ist, den Rest, womit man Geld verdient, dem Käufer aufzuschwatzen. Ob die Corvette Stingray zum Basispreis überhaupt je ausgeliefert wird? Es käme auf den Versuch an, mal eine zu ordern…

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Doch was würde die Corvette Stingray (nomen non est omen) für 51.995 US-Dollar bieten? Das ist es ja eben: Nichs, was den Wiederverkaufswert halbwegs vertretbar halten wird: Plastik-Armaturenbrett und -Türverkleidungen und Stoffbezüge auf Sitzen ohne nennenswerten Seitenhalt, Allerswelts-Autoradio, kein Navi, nichts, was eine C6 nicht auch vorzuweisen hat. Diese Billigversion wird ohnehin nie nach Europa kommen, denn es fehlt u.a. der für die Autobahn-Bolzerei notwendige Getriebeölkühler.

Über schön oder nicht schön kann man streiten. Fakt ist: Wer die Corvette Stingray jetzt kauft und irgendwann zu einem passablen Preis wieder loswerden will, muss das Auto unbedingt mit einer Lederausstattung ordern. Und die kostet bei GM unfassbare US$ 8.005 Aufpreis! Und allein damit ist das Auto schon bei US$ 60.000 angelangt . Wer die – zugegeben toll aussehenden – Sportsitze hinzu ordert, legt nochmal US$ 2.495 drauf, das Dach kostet in der leichter handzuhabenden Carbonversion nochmal US$ 1.995, selbst rot lackierte Bremssättel kosten noch US$ 595,-.

Das alles sind Preise, die für den US-Markt gelten. Hierzulande wird die Nummer erfahrungsgemäß noch teurer werden. Und wozu das ganze? Für gerade mal um 6 Mehr-PS? Die sind bei 45 Kg Mehrgewicht gegenüber der C6 ohnehin im Fahrbetrieb nicht spürbar. Das Cabrio wird übrigens mit einem Basispreis von US$ 56.995, angeboten, ein passabel ausgestattetes Cabrio mit Automatikgetriebe samt Paddleschift, Sportsitzen und Lederausstattung tendiert Richtung 80.000 US-Dollar. Viel Holz für einen Ssangyong…

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Schlauer ist es, jetzt mit seinem Chevy-Händler zu feilschen, dort bekommt man jetzt noch eine ECHTE Corvette, eine, die auch wie eine Corvette aussieht und die schon jetzt um einen vierstelligen Betrag billiger ist. Im Wege eines Räumungsverkaufs sind die C6en jetzt zum Schnäppchenpreis zu kriegen. Ich selbst hatte für Frühjahr 2014 auf eine C7 hingeplant. So wie dieses Ding aussieht, ist der Plan jedoch vom Tisch.

Eine C6 dagegen ist die wohl letzte Corvette, die diesen Namen noch verdient. Ich käme noch günstiger weg und kann zur Not bei einem Top-Sattler das Interieur mit Leder meiner Wahl aufhübschen lässen, was rund ein Drittel von dem kostet, was GM bei der C7 haben will, bestenfalls die Hälfte, wenn man etwas ausgefallenes wünscht.

Und wer weiß, vielleicht stellt GM ja so um 2018 etwas vor, was mich eventuell für eine Neuanschaffung begeistern könnte.

Fazit: War die Corvette Stingray schon eine optische Enttäuschung, nun ist sie es auch aus wirtschaftlicher Sicht. Außer für den Sieger der 500 Meilen von Indianapolis, der wird in ein paar Wochen das ganz oben abgebildete Sondermodell geschenkt bekommen. DAS wäre allerding ein Preis, mit dem man leben könnte und der einem die üble Optik dieses Autos vergessen ließe…

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