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Beyoncé wollte die C7 noch nicht einmal geschenkt

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108 Million Menschen sahen vergangene Sonntagnacht den Super Bowl, was die 47. Ausgabe des Finales der National Football League-Saison zum drittgrößten Ereignis in der TV-Geschichte der USA machte. Die neue Corvette Stingray sollte ursprünglich – neben Sängerin Beyoncé Knowles – der Star der Halbzeit-Show sein. Doch die General Motors-Marketing-Abteilung ballerte mal wieder kräftig in den Ofen.


Die Halbzeit-Show von Beyoncé und ihren Tänzerinnen, sowie die Zugabe gemeinsam mit den ehemaligen Kolleginnen von Destiny’s Child, endete und noch während die monumentale Bühne und die Videowand hastig abgebaut wurden, wunderten sich Stadionbesucher und TV-Zuschauer gleichermaßen über das Fehlen der roten Corvette, die noch an den Tagen zuvor bei den Proben mit von der Partie gewesen war und somit auch Sonntagnacht erwartet wurde. Kommentarlos war die C7 vom Programm gestrichen worden. Aber warum?

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Die Gerüchteküche, was zu diesem PR-Reinfall führte, brodelt in den USA seither. Die einen sagen, dass GM und NFL eine Deal gemacht hätten, doch das Management der Sängerin soll das Product-Placement boykottiert haben. Der Versuch von GM dem Gesangsstar die rote Corvette als Geschenk zu präsentieren, soll sinngemäß mit einem Statement quittiert worden sein, wie „OK, aber nur im „Off“, nicht im Zusammenhang mit der Show“. Es gibt auch Stimmen, die vermuten, dass der TV-Werbe-Sponsor der Halbzeit-Show, nämlich Offroader-Hersteller Jeep, der NFL Druck gemacht haben soll, dass diese nur für GM opportune Nummer nicht auf Ihre Kosten über die Bühne gehen soll.

Es gibt andererseits Zungen, die behaupten, Beyoncé soll nicht sonderlich geschmeichelt reagiert haben, dass der grösste US-Autokonzern ihr ein 55.000 Dollar Auto schenken wollte und sich auf die billige Art Publicity mit dem Auftritt ihres neusten Produktes in der Show der hochbezahlten Künstlerin erschleichen wollte. Die Dame bewegt sich bekanntlich in ganz anderen Sphären. Der kürzliche Kindergeburtstag für Töchterchen Ivy allein verschlang schon den Gegenwert von vier neuen Corvetten (!) und Ehemann Jay-Z schenkte sie zu Weihnachten gar einen Bombardier Challenger 850 Privatjet, ausgestattet mit einem edlen Wohnzimmer mit Leder-Fauteuils, einer Küche, einem Schlafzimmer und zwei Badezimmern – im Wert von über 20 Millionen US-Dollar! Für sie muss dieses angebotene Geschenk daher anmuten, wie für unsereins eine feierlich überreichte Flasche Aldi-Rotwein zum Geburtstag.

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GM, NFL und auch das Management der Sängerin schwiegen sich dazu, warum die rote Corvette – offenbar doch durch die Künstlerin höchstselbst – aus der Show gekippt wurde, hartnäckig aus. Ohnehin hatte GM sich schon im Vorfeld ziemlich blamiert. Nicht nur, dass Marketingchef Joel Ewanick das 600-Million-Dollar-Werbebudget vom Superbowl abzog und zum englischen Fussballclub Manchester United übertrug, was ihn den Job kostete, GM hatte ganz offensichtlich auch keinen Plan B für das wohl wichtigste TV-Ereignis des Jahres. Und sich irgendwo billig reinzudrängen, hat ja ganz offensichtlich nicht funktioniert.

Die sich wild ausbreitenden Gerüchte zwangen GM sich öffentlich zu positionieren. Und das hieß dann offizell so: „Das einzige, bei dem wir (Chevrolet) beim Super Bowl mitwirkten, war, den besten Spieler zu ehren. Über die weiteren Dinge, an denen wir arbeiteten, können wir leider nicht sprechen. Aber es war uns eine Ehre, dass die Produzenten der Halbzeit-Show uns anfragten, ob man nicht ein Auto in die Show einbauen könne. Wir arbeiteten mit allen involvierten Personen an an einer Reihen von Optionen, darunter einem Szenario, das die neue Corvette Stingray zu einem Teil der Show gemacht hätte. Letztlich hat das nicht funktioniert, aber wir sind geehrt, dass man uns dies anbot und dass die Corvette das gewünschte Auto sein durfte.“

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Viel fein abgewogenes PR-Blabla eben. Niemand widersprach, weder NFL auch wenn vieles aus dieser Aussage nicht zum Geschehen in den Tagen vor der Show und während der Halbzeit des Spiels so recht passen wollte, noch Beyoncé und ihr Team. Die Pop-Diva, die vor Kurzem einen 37-Millionen-Euro-Deal mit Brausehersteller Pepsi aushandelte, bekam keine Gage für den PR-wirksamen Auftritt im Mercedes-Benz Superdome in New Orleans. Denkbar, dass GM vor die Wahl gestellt wurde, im Gegenzug für das Product Placement der Corvette entweder eine annehmbare Gage zu bezahlen, oder die C7 würde eben aus dem Programm fliegen. Das Ende ist bekannt, wie es wirklich dazu kam, wird wohl das Geheimnis aller Beteiligten bleiben.

Stattdessen wurde das herumstehende rote Ding nach dem Spiel dem besten Spieler des Finales geschenkt, nämlich Joe Flacco von den siegreichen Baltimore Ravens. So soll das geplant gewesen sein, behauptet GM im nachhinein. Einen Gefallen hat sich GM mit dem ganzen Approach nicht getan, zumal Mercedes-Benz – mit dem CLA, Ram Pick-ups sowie VW, Hyundai, Kia, Jeep, Licoln und Toyota die begehrten Werbeminuten während der Live-Übertragung teilten.

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Chevrolet war schlicht und ergreifend nicht mit von der Partie – oder Party. Und das, nachdem die Corvette, schon immer das strahlende Licht der Marke, das auf alle anderen Produkte abstrahlen soll, nach acht Jahren dürre endlich eine Neuauflage erhielt, Und keiner bekam sie zu sehen. Was für ein Schuß in den Ofen, GM.

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