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ENTTÄUSCHEND !

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Was General Motors da als siebte Generation der Corvette in Detroit vorstellte, ist mehr als enttäuschend, ein Verrat an der Philosophie einer Legende um des Mainstream-Design-Allerlei Willen. Wie an dieser Stelle schon im März 2012 befürchtet, ist die neue bestenfalls eine „C Sechseinhalb“, denn eine wirklich richtungsweisende, epochemachende Neeuentwicklung sieht anders aus.


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Im Prinzip hat sich mit der Vorstellung der Corvette gestern Nacht in Detroit bewahrheitet, was ich in Form von Befürchtungen in diesem Blog schon im März 2012 zum Ausdruck gebracht hatte. „Die Neue“ ist nichts anderes, als eine Evolution der C6 Z06, auch wenn GM beteuert, 99,9% allere Teile seien „neu“. Nennen wir es im PR-freien Jargen mal lieber „verändert“. Alu-Vierkantrahmen, Einzelradaufhängungen mit ungleichen Dreieckslenkern und … Blattfederung! Dass ein kompakterer Vollalu-V8-Direkteinspritzer – neben dem Transaxle-7-Gang-Getriebe – das einzige nenneswerte Technik-Upgrade sein würden, erfuhren Leser dieses Blogs bereits am 30. November 2011!

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Statt der Corvette auch in ihrer siebten Auflage eigenständige und unverwechselbare Charakterzüge zu verpassen, war man bei GM augenscheinlich nur damit beschäftigt, dem Geheimnis des Erfolges des Nissan GT-R hinterher zu rennen. Das Ergebnis ist ein Design-Mischmasch, das Grundzüge von zwei japanischen Verkaufserfolgen in den USA trägt: Dem Datsun Z240, der Anfang der Siebziger erheblichen Flurschaden im Marktanteil der Corvette C3 anrichtete, sowie dem Nissan GT-R, der sich in den letzten beiden Jahren zur echten Alternative zur Corvette C6 aufschwang. Dazu noch Stilelemente von Toyota, Subaru und Scion. Und der Gipfel der Geschmacklosigkeit ist dieses völlig mißratene, zerklüftete Heck, voller vertikaler Linien, die das Auto von hinten wie einen Stadtbus anmuten lassen. Dagegen ist das Camaro-Heck geradezu eine Offenbarung! Wie gesagt: ENTTÄUSCHEND.

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Dass der Innenraum jetzt edler rüber kommt ist nichts weiter, als das längst überfällige Abstellen eines Mankos aller Corvette-Baureihen, denn bislang dominierte Kunstleder und – in den letzten beiden Generationen – Plastik im Innenraum. Doch überzeugt das Äußere schon nicht, enttäuscht das Cockpit, das so emotionslos fad wie jenes eines Elfer Porsche oder eines Audi R8 anmutet. Das können die Italiener DEUTLICH besser.

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Resumé: C6-Besitzer sind wohl besser bedient, sich von einem fähigen Sattler ein individuelles Leder-Interieur für ihre „Lady“ schneidern zu lassen, als ihre C6 gegen dieses Auto einzutauschen. Vor allem, weil General Motors mit keinem Wort eine Besserung der Teils eklatanten Qualitätsschwankung ankündigte. Mit anderen Worten: Finger weg von der Produktion des ersten Fertigungsjahres, denn sowohl bei der C5, wie auch bei der C6 zeigten sich die Modelle der ersten beiden Produktionsjahr häufig extrem anfällig, vor allem im Bereicht Elektronik.

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