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Aufruf zum Mutmachen

Die erste Enttäuschung über die hauptsächlich durch politische Winkelzüge im Hintergrund verlorene Titelentscheidung im ADAC Mauchel-Masters ist halbwegs verflogen und nach alledem wäre es Zeit, den Jungs von Callaway Competition Mut zu machen, auch weiterhin dem Establishment die Stirn zu bieten. Ohne sie gäbe es für uns Corvettisti hier in Europa überhaupt niemand, den wir im Motorsport anfeuern könnten.


Die deutschen Autohersteller haben allesamt Kundensport-Abteilungen, die die im Motorsport agierenden Rennställe in vielerlei Hinsicht betreuen und bisweilen unterstützen. Callaway Competition steht da völlig allein. Von Chevrolet Deutschland erhalten Ernst Woehr und Giovanni Ciccone noch nicht einmal ansatzweise Unterstützung. Nein, es gibt keinen Bonus für die der Marke schmeichelnden Erfolge auf der Rennstrecke, erzielt durch die harte Arbeit der Callaway Competition Mannschaft. Nicht einmal Glückwünsche, wenn man der Marke Chevrolet durch im deutschsprachigen Raum im TV übertragenen Rennsiege zu einem vernünftigen Standing verhilft.


De facto meldete sich der Leiter der Öffentlichkeitsarbeit von Chevrolet Deutschland bei mir kürzlich zum Thema ADAC GT Masters mit der Auskunft, dass (Straßen-)Autos vom Schlage einer Corvette oder eines Camaro auf andere Fahrzeuge der Marke abstrahlen sollen, diesen Effekt sehe man im Rahmen des Rennsports aber nicht gegeben. Wortwörtlich! Da versagt einem doch glatt die Sprache…

In den USA ist die Aussage „win on Sunday, sell on Monday“ (Sonntags siegen, Montags verkaufen) seit Jahrzehnten die Formel für Absatzförderung, mit der nicht nur GM Autos die Verkaufszahlen pusht. So wird der vor der Einführung stehende, viertürige Chevrolet SS 2013 die Silhouette für Chevrolets neue NASCAR-Boliden liefern und die siebte Generation der Corvette wird auch wieder in Le Mans, der Langstrecken-WM und der ALMS antreten, eine C7-Rennversion ist bei Pratt & Miller bereits in der Mache. Und das alles hat sehr gute Gründe, denn schließlich investiert GM jedes Jahr ein Millionen-Budget in diese Schiene der Kommunikation mit dem Verbraucher.


Und in Deutschland? Die Bürokraten in Rüsselsheim bekommen von Enthusiasten die Bonbons auf dem Silbertablett serviert, sehen aber vor lauter koreanischen Reisschüsseln die sich anbietenden fabelhaften Möglichkeiten zu einem dynamisierenden Brand-Marketing nicht. Dabei könnte Chevrolet gerade in Deutschland eine positivere Assoziation der Marke vertragen, als die bisher eher belächelten Produkte Made in Korea es je ermöglichen werden.

Aber vielleicht erwarte ich da ja auch zu viel von einem Importeur, der mit seinem Billigheimer-Sortiment Abseits der V8-Liga und seinem Geiz-ist-geil-Marketing in der automobilen Kreisliga von Daihatsu und Lada, bestenfalls Dacia mitkickt und offenbar nur dazu da ist, der Schwestermarke Opel den Markt abzugraben. Was ein ohnehin verwerfliches, weil volkswirtschaftlich für uns Deutsche kritisches Vorgehen durch GM darstellt.


Kurzum, ohne Leute wie Woehr und Ciccone gäbe es Callaway Competition und damit auch aktiven Motorsport mit der Corvette in Europa und einige ausländischen Märkten erst gar nicht. Dafür sollten wenigstens wir, die wir uns für Corvetten begeistern, einmal Tribut zollen.

Einfach dem Team einmal persönlich Ansporn per e-Mail an info@callawaycars.de übermitteln. Von Corvettista zu Corvettisti, sozusagen. Ernst, Giovanni und ihre Leute wird es freuen, verdient haben sie unsere Anerkennung, wenn sie schon von Chevrolet Deutschland ausbleibt, allemal!

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