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Was denkt sich Kabel Eins dabei nur…?


Ein Wochenende zum vergessen erlebte Callaway Competition beim verregneten ADAC GT Masters-Wochenende am Nürburgring, bei dem das Team am Ende die Tabellenführung einbüßt. Auch für den TV-Zuschauer war die Übertragung auf Kabel 1 alles andere als eine Freude.


Im Samstagsrennen wurde die Anfangs drittplatzierte Roller-Corvette der Tabellenleader Diego Alessi und Daniel Keilwitz von einem Aston Martin in einen Dreher geschickt, Heinz-Harald Frentzen brauchte erst gar keine Hilfe und legte sich selbsttätig in die Leitplanken ab. Mit den Positionen 33 und 37 war man am Ende ganz weit von den Punkteränge und damit von den Erwartungen entfernt.

Am Sonntag lief es nicht viel besser, Frentzen und Teampartner Andreas Wirth kommen nach einem neuerlichen Dreher ins Grün des ex-Formel 1-Piloten auf Position 21 ins Ziel, Keilwitz/Alessi schafften es nach einem Abflug ins Kiesbett erst gar nichts ins Ziel und verloren die Tabellenführung an die Titelverteidiger vom Alpina-Rennstall, deren giftgrüner B6 mit Dino Lunardi and Maxime Martin am Sonntag auch den Sieg einfuhr.

Man hatte – und hat noch – mit Jan Stecker einen versierten Anchorman und Boxen-Reporter in Personalunion, Rennfahrer und „Turbo“-Moderator Patrick Simon machte 2011 als Alleinunterhalter am Mikrofon einen tollen Job, die Übertragungen waren kompetent und mit reichlich Information gespickt.

Was sich Sat.1-Sportchef Sven Froberg dabei dachte, als er – im Zuge der „ran“-Etikettierung – der ADAC-GT-Masters „Live“-Übertragungen Simon zum „Experten“ degradierte und dem dazu noch den ahnungslosen UEFA-Ledergekicke Kommentator Dirc Seemann vor die Nase setzte, ist einfach nicht nach zuvollziehen. Seemann hat hörbar keine Ahnung von diesem ihm anvertrauten Genre, er überblickt das Geschehen nicht und fischt ständig in seinen ewig gedehnten Sätzen nach nachher umso plumper klingenden Pseudo-Superlativen und abgehalfterten Wortspielen, die einem das Vergnügen an der Übertragung vollends rauben.

Der so – fast – zum Schweigen gebrachte Simon, im Vorjahr als sprudelnder Quelle von Informationen aus dem Fahrerlager eine echte Bereicherung in der gesamten TV-Landschaft, hat jetzt offenbar den Job den von Seemann herbei geredeten Blödsinn gerade zubiegen.

Die andere Baustelle, die man sich im „ran“-Fieber selbst geschaffen hat, ist die Berichterstattung aus den Boxen. Andrea Kaisers – und am vergangenen Wochenende Annica Hansens – Job scheint es nur noch zu sein, den neuen DMSB-Präsidenten Hans-Joachim Stuck danach zu fragen, ob er damit zufrieden ist, dass seine Buben außerhalb der Top 20 herumfahren. Ein journalistisches Armutszeugnis, wenn einem da keine bessere Fragen an anderer Stelle der Boxengasse einfallen.

Karl König, Geschäftsführer von Kabel Eins, sagte zu Jahresbeginn: “Mit der Fortführung der erfolgreichen Partnerschaft mit dem ADAC stärken wir unsere jahrelange Auto-Kompetenz. Die Motorsport-Fans können sich erneut auf die Live-Übertragungen der ‘Liga der Supersportwagen’ freuen.” Nein, Herr König. Können wir nicht. Seit Sachsenring 2012 nicht mehr!

Die kurzzeitig beste Live-Motorsport-Sendung Deutschlands hat man per „Verchlimmtuning“ zu einer Kitsch-Übertragung auf bestem DTM-Niveau der ARD hinab gewirtschaftet – von Stümpern für Ahnungslose! Das sachverständige Publikum knirscht derweil mit den Zähnen…

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3 Antworten

  1. H. Schön

    Dem kann ich nur beibplichten. Die Übertragung vom Nürburgring war wieder grausam, was die Kommentare von Dirc Seemann betraf. Ermüdende Sätze, die wirken, als wüsste er am Anfang ses Satzes noch nicht, was er am Ende sagen möchte. Patrick Simo als Solo-Kommentator wäre wirklich die bessere Wahl.
    Andrea Kaiser wurde von der Mittags-Talkerin Annica Hansen ersetzt, was die Sache nicht besser macht. Auch sie befragt H.-J. Stuck nach seinen „Buben“ und scheint permanent stolz darauf zu sein, ihm ihr Mikrofon unter die Nase halten zu dürfen.
    Warum hat man eigentlich Lina van de Mars vom vergangenen Jahr „abgesetzt“? Die hatte wenigstens Ahnung. Aber vielleicht braucht man hier ja eine Quotenblondine?

    16. Juli 2012 um 20:26

  2. bremsplatten

    Weshalb stehen die Stuck Buben immer im Rampenlicht? Außer Show aus Nichterfolgen zu machen, haben die „Buben“ in diesem Jahr noch nichts bewiesen. Die Pilotenpaarung des anderen Aston Martin hat wohl Nachweisslich bessere Platzierungen zu verbuchen.
    Sie machen weniger Fehler und bieten mehr Kontinuität.
    Armer Patrick Simon. Der kann einem in der Tat leid tun. Die Entwicklung ist schade. Hoffentlich findet Sat1 andere Ko-Kommentatoren. Auch Strizel Stuck sollte aus dem Programm gestrichen werden. Weshalb nicht Roland Asch, oder Klaus Ludwig befragen?

    18. Juli 2012 um 11:27

    • MAB

      Ich glaube nicht, dass Stuck Senior offiziell Teil des Programms ist. Er ist halt Promi, also hält man ihm das Mikro hin. Die Frage stellt aber eine Journalistin. Und wenn der nur Plattitüden einfallen…

      18. Juli 2012 um 17:12

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