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Ernst Wöhr: „Hoffe auf korrigierte Einstufung unserer Corvette“


Trotz eines dritten Platzes beim Saisonauftakt, läuft es seither beim ADAC GT Masters für Callaway Competition nicht wunschgemäß. Besonders auf der Berg- und Talbahn des Sachsenrings machte sich stark bemerkbar, dass die aktuelle Fahrzeugeinstufung der Callaway-Corvette durch die Organisatoren dringend einer Korrektur bedarf. Callaway Competition Teamchef Ernst Wöhr weiß auch, woran die Vetten derzeit knabbern.


„In der momentanen Einstufung sind wir nicht konkurrenzfähig“, brachte Wöhr die Situation auf den Punkt. „Die ‚Balance of Performance’ soll eigentlich die Chancengleichheit garantieren, nur davon kann momentan keine Rede sein. Unsere Corvette wurde zu stark in der Motorleistung beschnitten, dazu müssen wir mit viel Zusatzgewicht starten. Am Sachsenring wurde das besonders deutlich. Beim Beschleunigen auf den langen Bergauf-Passagen haben wir jedes Mal viel Zeit verloren. Mit dem identischen Auto waren wir im letzten Jahr eine Sekunde schneller. Das demonstriert schon sehr deutlich, wie dringend notwendig eine Änderung der aktuellen Einstufung ist. Man hat uns zwar für das Rennen am Sonntag eine niedrigere Fahrzeughöhe zugestanden, nur war das nicht viel mehr als ein Tropfen auf dem heissen Stein.“


Wenn schön das Glück fehlt, kommt auch manchmal noch Pech zu. Das starke Corvette-Duo beim Saisonauftakt in Oschersleben, FIA GT3-Europameister Daniel Keilwitz und Diego Alessi, hatten in beiden Rennen viel Pech. Im Lauf eins war das Rennen nach einem Kontakt von Alessi mit einem Konkurrenten vorbei, das zweite Rennen musste Daniel Keilwitz nach einem Ausrutscher vorzeitig beenden.“

Die Kohlen für Callaway Competition holten an diesem Wochenende Amateurchampion Toni Seiler und Philip Eng aus dem Feuer. Im ersten Rennen wurden Seiler/Eng 12. Ohne einen Dreher von Eng in einem Zweikampf mit einem Konkurrenten wäre noch ein Platz in den Top-10 drin gelegen. Im zweiten Rennen am Sonntag belegten die beiden Piloten der gelbschwarzen Callaway-Corvette die Position elf, Seiler wurde in der Amateurwertung als Zweiter gewertet.


Sven Hannawald und Heinz-Harald Frentzen starteten im ersten Rennen am Samstag von Startplatz 22 und beendeten das Rennen auf der 13. Position. Am Sonntag belegten Hannawald/Frentzen den 17. Rang, nachdem Frentzen kurz vor dem Fahrerwechsel bereits auf dem siebten Rang im Gesamtklassement lag. „Die beiden Rennen haben wir wieder sehr viel Spaß gemacht, ich hatte einige sehr gute Zweikämpfe,“ sagte Frentzen nach seinem ersten Rennwochenende auf dem Sachsenring.

Das niederländische Duo Marius Ritskes und GT-Routinier Mike Hezemans, die am Sachsenring erstmals gemeinsam in einer Callaway-Corvette starteten, belegten im Rennen am Sonntag Platz 22. Am Samstag schied das Duo in der orange-farbenen Corvette mit der Startnummer 19 aus.

Das nächste Rennen des ADAC GT Masters findet vom 10. Bis 12. Juni in Zolder in Belgien statt. „Ich hoffe, dass bis zum nächsten Rennen die Einstufung unserer Corvette korrigiert wird, damit wir in der Meisterschaft noch eine reelle Chance haben,“ so Wöhr.

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